Stef Heidhues „CREEP COOL“

Stef Heidhues „CREEP COOL“

Stef Heidhues „CREEP COOL“

Ab Sonntag, den 16. Mai 2021 zeigt der Kunstverein Jesteburg e.V. die Ausstellung „CREEP COOL“ der Künstlerin Stef Heidhues. Wir möchten Sie herzlich einladen, sich für einen Ausstellungsbesuch anzumelden.

In der für den KVJ entwickelten Ausstellung „CREEP COOL“ geht Stef Heidhues auf die architektonische Situation vor Ort ein. Der Ausstellungsraum, dessen Bühne im hinteren Teil mitunter Ideen zu alternativen Nutzungen in den Sinn kommen lässt, wird von der Künstlerin präzise bespielt. Heidhues arbeitet mit der architektonischen Struktur des Raums, macht durch subtile Setzungen ihrer Skulpturen die unterschiedlichen Wahrnehmungsoptionen, die der Raum mit sich bringt sichtbar und erlebbar. 

Gleichzeitig nimmt der Ausstellungstitel assoziativ Bezug auf unsere aktuelle gesellschaftliche Situation: Angelehnt an den geläufigen Ausdruck „keep cool“ verweist der Ausstellungstitel auf ein Gefühl, welches sich sicherlich gerade unter Kulturschaffenden ausgebreitet hat, das Gefühl, in einer unheimlichen und ungewissen („creepy“) Situation Ruhe bewahren zu müssen, sogar dann, wenn die eigene Motivation schwer aufrecht zu erhalten und nicht selten auch die Existenz latent bedroht zu sein scheint. 

Die ausgestellten Arbeiten wirken als Hybride und verweigern sich im Ausstellungskontext jeglichen endgültigen Zuschreibungen. Sie oszillieren – von Skulpturen, zusammengeführt zu einer Rauminstallation hin zu Darsteller*innen, gebannt in die Szene eines Stücks, eingefroren in einem Moment des Handelns. Der Künstlerin gelingt es, der subtilen Unausdeutbarkeit ihrer Objekte spannungsreiche Dauer zu verleihen, 

Auch der Ausstellungsort wechselte in der Vergangenheit mehrmals die Rollen – vom Bankgebäude, über ein Café bis hin zum Kunstverein. Heidhues bezieht auch die ehemaligen Nutzungen des Raumes in die Dramaturgie ihrer Ausstellung mit ein, reagiert auf die vorgefundene, gewachsene Architektur und die aktuelle räumliche Situation. Auf diese Weise schafft sie Potenziale für unterschiedliche Dialoge. Dialoge, die sich zwischen den einzelnen Skulpturen (oder Darsteller:innen) entfalten, Dialoge, die zwischen der gesamten Installation (dem Ensemble) und der Architektur des Raumes (dem Bühnenbild) entstehen. 

Das, was Stef Heidhues Besucher:innen anbietet, sind Möglichkeiten, zahlreiche Optionen, um Gedanken und Assoziationen schweifen zu lassen. „CREEP COOL“ bindet auch Besucher:innen feinsinnig mit ein, lässt auch sie die Rollen wechseln – von Betrachtenden zum Publikum, von Besucher:innen zu Teilnehmer:innen und Darsteller:innen.

Stef Heidhues wurde in Washington D.C. geboren und studierte bis 2005 Freie Kunst an der HfbK Hamburg bei Franz Erhard Walther. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, wie z.B. 2018 das Fellowship Villa Aurora e.V. , oder 2021 das Stipendium der Stiftung Kunstfonds. Die Arbeiten der Künstlerin sind in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Heidhues wird durch die Galerie EIGEN + ART, Leipzig/Berlin vertreten.

 

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